Frauengesundheit

Es war so still – wo war ich die letzten Wochen? Ist die Endometriose zurückgekehrt?

Elke Piskaty942 views

Die letzten Wochen war es sehr ruhig ohne neue Artikel und ohne Postings. Dazu möchte ich dir gerne den Grund verraten, da es doch einige Frauen geben wird, die ebenfalls von Endometriose betroffen sind.

In März war ich auf Urlaub in La Gomera und diese noch so wunderschöne Urlaubsinsel ist für rein pflanzlich lebende Menschen definitiv kein Schlaraffenland. Ich hätte auch selbst in unserem Apartment kochen können, aber dieses Mal hatte ich Null Lust dazu. Wir waren ständig mit Freunden und Bekannten unterwegs und nach einer langen Wanderung hatte ich keinen Bock mich in die Küche zu stellen. Nun ja, schlussendlich hat es dazu geführt, dass ich mich dann nicht zu 100% rein pflanzlich ernährt habe. Das war ein großes Versäumnis, wie sich schon ganz bald herausstellte.

Falsche Ernährung und Stress mit fatalen Folgen:

Vor allem habe ich Brot, Sandwiches in Form von Weizen und Käse zu mir genommen. Nachdem ich diesen ganzen Müll ein paar Tage hintereinander gegessen hatte waren die Folgen körperlich spürbar. Die Endometriose gab mir die ersten Warnsignale. Zuhause wurden die schmerzen schlimmer und ich litt Tage lang an Migräne, die mich ans Bett gefesselt hatte, fühlte mich schnell müde und schlapp. Dazu kamen noch andere Symptome hinzu. Ich war erschüttert und hatte sozusagen ein Déjà-vu. Damals hatte ich noch etliche weitere Beschwerden. Zum Glück war das nur eine abgespeckte Version. Ich war fest davon überzeugt, dass es durch die entzündungsfördernden Lebensmittel hervorgerufen wurde, welche ich zuvor konsumiert hatte. Aber nicht nur das, denn auch Stress und sich keine Ruhephasen zu gönnen spielt eine sehr große Rolle!  Es ist notwendig sich Pausen zu gönnen und einfach mal nichts zu tun. Ohne es zu merken habe ich es die letzte Zeit verabsäumt einen Gang runter zuschalten, loszulassen und zu relaxen. Ich habe mir zu viel Druck und zu hohe Anforderungen an mich selbst gestellt und vorallem konnte mein Kopf nicht mehr abschalten – zu viele Gedanken kreisten umher. Jedoch ist es enorm wichtig immer wieder zur Entspannung zurückzufinden.

Denn Stress fördert das hormonelle Ungleichgewicht und dabei werden Stresshormone ausgeschüttet, welche einen großen Einfluß auf alle anderen Hormone haben. So bin zwar von meinem Stresspegel heruntergekommen, mein Körper versuchte sich zu erholen, jedoch habe ihn die Chance nicht gegeben und habe ihn dann auch noch mit den falschen Lebensmitteln gefüttert.  Wenn  die inneren und äußerlichen Einflüsse nicht in Balance sind führt das zu einem Ungleichgewicht. Daher ist Ernährung, Entspannung und Bewegung für einen gesunden Körper immens wichtig.

Auf jeden Fall machte sich dann Sorge breit, dass die Endometriose wieder aktiv ist und ihr Unheil anrichtet. So war der Weg zu meinem Endo Spezialisten vorprogrammiert.

Nach einer sorgfältigen Untersuchung und eines ausführlichen Gespräches, hat mir mein Arzt sofort meine Annahme bestätigt, dass die Symptome durch die falschen, entzündungsfördernden Lebensmittel und dem Stresspegel hervorgerufen wurden! Aber die gute und erfreuliche Nachricht ist, dass keine neuen Herde bestehen, und sozusagen alles wunderbar ist! Juhuuuu, ich habe mich, wie ein kleines Kind vor dem Weihnachtsbaum gefreut 🙂 Für meine Konsequenz hat er mich auch noch gelobt und er meinte, wenn alle Frauen dieses Bewusstsein hätten, dann könnten viele Frauen beschwerdefrei sein.

Aber warum hatte ich dann diese Beschwerden?

Schlichtweg sind das Entzündungsreaktionen! Denn eine Entzündung kommt und geht im Körper als Teil des normalen Heilungsprozesses, aber je länger die Entzündung andauert, kann dies wieder verheerende Folgen für die Entstehung von Zysten und Verwachsungen haben.

Zum Glück habe ich das Warnsignal frühzeitig erkannt, und bin so schnell als möglich in meine basen-, vitamin- und mineralstoffreiche Vollwerternährung, die Entzündungen nicht fördert, Hormone im Gleichgewicht hält und das Immunsystem stärkt, zurückgekehrt und habe mir Ruhe gegönnt.

Ein paar Wochen später kam auch das Ergebnis vom Hormonbefund und die Werte sind alle im Normalbereich also alles bestens. Aber auch nur, weil ich wieder schnell zu meiner Ernährung zurückgekehrt bin und mir eine Pause gegönnt habe.

Warum erzähl ich dir das alles?

Ich wollte meine Erfahrung mit dir teilen und auch so ehrlich zu dir sein, dass auch bei mir Ausnahmen vorkommen können und menschlich sind. Nicht immer läuft alles so, wie man es will.  Gelegentlich muss man einen Schritt zurückgehen, um sich danach zwei Schritte vorwärts bewegen zu können!   Manchmal kommt es ins stocken aber wichtig ist, dass man dabei bleibt!

Es hat mir gezeigt und bewusst gemacht, dass ich über mehrere Tage hinweg keine Ausnahmen mehr machen werde, Ruhe und Erholungsphasen enorm wichtig sind und eine pflanzenbasierte Ernährung einfach das beste für die Aufrechterhaltung der Gesundheit ist. Rückblickend war es quasi, wie ein kleiner Selbstversuch, der nach hinten los gegangen ist. Mann muß seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen und auch seine körperlichen und seelischen Bedürfnisse wahrnehmen, denn jedes Lebensmittel – sowohl positiv als auch negativ, sowie auch jedes Ungleichgewicht beeinflusst unseren Körper und somit auch unsere Gesundheit! Und nicht zu vergessen ist die Umwelt, die Tiere und der globale Welthunger.

Elke Piskaty
schreibt hier über nachhaltigen, biologischen und gesundem Lebensstil ohne Convenience Food, Industriezucker, Auszugsmehl, usw. Sie unterstützt Frauen, die an Menstruationsbeschwerden und Endometriose leiden bei der Ernährung, um ihre Gesundheit zu verbessern/aufrecht zu erhalten und ein besseres Körpergefühl zu erlangen.

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